In meinem vorherigenn Post ging es um den Konflikt, den ich hier mit mir selbst austragen muss aufgrund des großen Standardunterschieds hier zu Deutschland.
Brasilien ist auf jeden Fall sehr anders als Deutschland. Ich wohne in der gutbürgerlichen Gegend hier in Leme. Die Häuser sind teilweise riesig groß, haben schöne Gärten (das betone ich besonders, weil es alles andere als selbstverständlich hier ist), einen Pool, sind teilweise zweistöckig und sogar einen persönlichen Nachtwächter.
Doch je weiter man sich dem Stadtrand nähert desto mehr verändern sich auch die Häuser: Im Centro noch mit weißen Fassaden und frisch gestrichenen Zäunen, etwas weiter dann dreckiger und auch kleiner, sind die Häuser, die ich aus dem Imperial kenne (das Imperial ist der Stadteil, in dem wir das Projekt besuchen) oftmals nicht von außen verputzt. Es gibt Häuser, in denen wir drin waren, die nicht einmal von Innen verputzte Wände haben, die keinen richtigen Fußboden haben sondern lediglich Beton (und ich meine nicht den glatten Beton, den viele Leute in Deutschland im Keller haben). Dann besteht das ganze Haus aus zwei Räumen, die auf vielleicht 10 qm 8-11 Menschen "Platz" bieten sollen. Ich denke, dass die, die das hier lesen und selbst noch nie sowas erlebt und gesehen haben, sich nicht vorstellen können, wie sowas wohl wäre. Kann ich verstehen. Ich habe es anfangs nicht realisiert. Erst, als wir vorherige Woche bei einer Familie zu Besuch waren, die in einem Holzverschlag mitten in einer Bananenplantage wohnt, die keinen festen Fußweg zum Haus haben, die bei Regen wahrscheinlich das halbe "Haus" unter Wasser stehen haben, weil die Wellpappe auf dem Dach nicht mehr die Neuste ist und die Tür nur so in die Wand hineinpasst, wie in einen Kuhstall: So, dass es zu ist, aber immer noch Luft herein kommt.
Draußen vor dem Haus war alles verdreckt, es lag Müll herum, mindestens 3 verschiedene Hunde strichen um unsere Beine und das im Haus eine Toilette war bezweifel ich stark.
Ich hoffe, das klingt jetzt übertrieben, denn dann ist es genau richtig beschrieben.
Wir sollten von der Irma aus Essen zu dieser Familie bringen und waren hinterher sichtlich erschrocken und betroffen, wie ein Mensch, wie Kinder, die drei bis 12 Jahre alt sind in sowas leben können. Warum das so ist.
Ich möchte nicht, dass irgendwer denkt: Was ist denn so schlimm, die kennen das nicht anders. Ich denke, das ist kein angebrachter Satz, ich denke niemand sollte so leben.
Wir haben auch andere Familien gesehen. Wir haben Familien gesehen, die ein Haus hatten mit 3 oder sogar 4 Zimmern. Wir haben Menschen gesehen, die finanzielle Unterstützung bekommen und sich ein Leben aufbauen konnten. Einige sind dankbar und gehen sorgfälig mit ihren Dingen um, doch es gibt leider auch ganz viele, die es nicht für nötig halten aufzuräumen, Hundekacke aus dem Hauseingang zu entfernen und Ordnung zu halten.
Verdrehte Welt..
Sonntag, 25. September 2011
"Standardkonflikt"
Ich dachte ja, wenn ich einmal hier bin und sehe, wie arm die Leute sind würde ich mich auch umstellen und anders verhalten und anders kleiden. Pustekuchen würde ich mal sagen. Es ist nicht so, dass ich den Schicksalen der Menschen hier kalt gegenüber trete. Ich stehe eher in einem Konflikt mit mir selbst, wie ich handeln soll. Auf der einen Seite steht mein "westlicher" Standard, den ich aus Deutschland mitgebracht habe. Dem gegenüber stehen die viele Familien, die wir hier kennenlernen und die teilweise nur das Nötigste haben, wenn nicht sogar viel zu wenig, um es das Nötigste nennen zu können. Und beiden Komponenten gegenüber steht, dass ich hier wirklich gut lebe. Ich habe ein Zimmer, es gibt ein Bad mit Dusche und WC, der Konvent hat einen wunderschönen Garten, Internet, eine "Lavanderia"-Waschhaus mit Waschmaschienen und es gibt 3x am Tag eine leckere Mahlzeit (Kleiner Hinweis: ich werde auch noch zum Essen etwas schreiben).
Es ist schwierig die Eindrücke, die man bekommt, seinen Standard und den Standard, in dem wir hier leben in Einklang zu bringen. Ist es schlecht, wenn ich mir Nagellack kaufe und meine freie Zeit dann damit verbringe mir diesen aufzupinseln? Ist es dreist sich auch mal schick anzuziehen? Sollte ich mich schämen, wenn ich mich hier über Dinge aufrege, die nebensächlich sind im Gegensatz zu den Problemen, die andere Menschen haben?
Ich habe darüber nachgedacht: Ich muss nicht meinen Standard zurück fahren. Ich sollte jedoch versuchen meine Zeit hier zu nutzen, um zu Familien zu fahren, weiterhin bei der Essensausgabe zu helfen, zuverlässig zu arbeiten und etwas ganz wichtiges: SELBST- bewusster zu leben und zu handeln. Nicht verschwenderisch, penibel kleinlich und verschlossen sondern großzügig, tolerant und freundlich. Ich denke, wenn ich das tue und mich ein Stück in diesem Sinne veränder kann ich hinterher mit Sicherheit sagen: Es war eine gute Zeit und du hast sie genutzt. Du bist kein neuer Mensch, doch du hast dich entwickelt und gelernt, dich ein Stück zu verändern
Es ist schwierig die Eindrücke, die man bekommt, seinen Standard und den Standard, in dem wir hier leben in Einklang zu bringen. Ist es schlecht, wenn ich mir Nagellack kaufe und meine freie Zeit dann damit verbringe mir diesen aufzupinseln? Ist es dreist sich auch mal schick anzuziehen? Sollte ich mich schämen, wenn ich mich hier über Dinge aufrege, die nebensächlich sind im Gegensatz zu den Problemen, die andere Menschen haben?
Ich habe darüber nachgedacht: Ich muss nicht meinen Standard zurück fahren. Ich sollte jedoch versuchen meine Zeit hier zu nutzen, um zu Familien zu fahren, weiterhin bei der Essensausgabe zu helfen, zuverlässig zu arbeiten und etwas ganz wichtiges: SELBST- bewusster zu leben und zu handeln. Nicht verschwenderisch, penibel kleinlich und verschlossen sondern großzügig, tolerant und freundlich. Ich denke, wenn ich das tue und mich ein Stück in diesem Sinne veränder kann ich hinterher mit Sicherheit sagen: Es war eine gute Zeit und du hast sie genutzt. Du bist kein neuer Mensch, doch du hast dich entwickelt und gelernt, dich ein Stück zu verändern
Freitag, 16. September 2011
Glücklich sein
Wenn man mich fragen würde, ob ich glücklich hier bin würde ich die Frage nicht einfach beantworten können.
Ich komme gut mit meiner Arbeit, dem Essen und vor allem mit den Mädels zurecht, doch zum Glücklich sein, zur Zufriedenheit fehlt irgendwie etwas. Ich vermisse Zuhause zwischendurch, ich denke viel an meine Familie und meine Freunde, an Bekannte und Nachbarn. Es fällt schwer in einer fremden Umgebung zu sein, mit einer fremden Sprache konfrontiert zu werden.
Ich bin keinesfalls UN-glücklich. Doch irgendetwas fehlt hier.
Vielleicht liegt es daran, dass ich mein "Glück" bereits gefunden habe?
Ich bin aus meiner perfekten heilen Welt (nenne ich sie mal so) herausgetreten in diese neue und fremde Welt. Es macht mich froh, wenn ich Fortschritte mache, wenn ich sehe, dass ich helfen kann und immer mehr Dinge kennenlerne.
Doch wirklich von Glück erfüllt bin ich bei dem Gedanken an Zuhause.
Ich bin sehr froh hier zu sein und glücklich bei dem Gedanken zurückkehren zu können nach Hause. . .
Ich komme gut mit meiner Arbeit, dem Essen und vor allem mit den Mädels zurecht, doch zum Glücklich sein, zur Zufriedenheit fehlt irgendwie etwas. Ich vermisse Zuhause zwischendurch, ich denke viel an meine Familie und meine Freunde, an Bekannte und Nachbarn. Es fällt schwer in einer fremden Umgebung zu sein, mit einer fremden Sprache konfrontiert zu werden.
Ich bin keinesfalls UN-glücklich. Doch irgendetwas fehlt hier.
Vielleicht liegt es daran, dass ich mein "Glück" bereits gefunden habe?
Ich bin aus meiner perfekten heilen Welt (nenne ich sie mal so) herausgetreten in diese neue und fremde Welt. Es macht mich froh, wenn ich Fortschritte mache, wenn ich sehe, dass ich helfen kann und immer mehr Dinge kennenlerne.
Doch wirklich von Glück erfüllt bin ich bei dem Gedanken an Zuhause.
Ich bin sehr froh hier zu sein und glücklich bei dem Gedanken zurückkehren zu können nach Hause. . .
Die Armenküche
Zusätzlich zur Creche, der Gymnastik und dem Stadtrand haben wir drei Mädels eine weitere Aufgabe, die wir hier freiwillig machen. Im Prinzip verrät die Überschrift ja bereits alles.
Montag Abends um sieben gehen wir immer zu der Kirche, in der wir auch Sonntag Abends zur Messe gehen und helfen bei der Essensausgabe.
Vielleicht würde man denken, dass es Leute gibt, die es ausnutzen, dass es ein Mal pro Woche eine warme Mahlzeit für Umsonst gibt, doch ganz im Gegenteil.
Die Leute die hier hin kommen, sind wirklich arm. Die Männer tragen oft die selbe Kleidung wie in der Woche davor, wobei einer besonders "schlimm" assieht. Er ist wirklich überall dreckig, sein Gesicht und seine Arme sind ganz grau von Staub und Dreck, das ehemals gelbe Shirt hat überall Flecken und man hat das Gefühl, dass es steht, weil es so dreckig ist. Die Haare sind verfilzt und lang. Nur der Bart ist immer relativ gleichmäßig gestutzt.
Dann gibt es Familien, die mit ihren Dosen und Plastikbehältern kommen, um hinterher ein paar Reste mitnehmen zu können. Es gibt Kinder, die kommen alleine. Es gibt Frauen, die kommen ohne Schuhe, es gibt Mäner, die kommen betrunken oder mit einem Blick, der einen Drogenkonsum vermuten lässt.
Es gibt 2 Tische, auf denen das Essen in riesig großen Töpfen und Schüsseln steht. Jede Woche gibt es Reis und Bohnen, dazu Fleisch und Gemüse, Trinkpäckchen und einmal gab es sogar Nachtisch.
Wir stehen dann hinter den Tischen und verteilen an jeden so viel, wie er haben möchte bzw. so viel, wie auf den Teller passt. Meist sind so um die 70-90 Leute da.
Achja, bevor es überhaupt etwas zu Essen gibt, wird gebetet: Das Vater Unser, das Ave Maria und noch ein Gebet, was ich aber nicht zuordnen kann. Und danach gibt es Essen.
Ich weiß, dass es blöd klingt, doch man müsste meinen, dass die armen Leute alles nehmen würden, was sie bekommen können, doch man merkt doch, Gott sei Dank, dass es ganz normale Menschen sind mit Vorlieben, die Kartoffeln (!!! In Deutschland nicht vorstellbar) NICHT mögen, keine Soße wollen, ganz viel Fleisch möchten oder doch nur Reis und Bohnen essen, obwohl es viel Auswahl gibt. Und das ist keinesfalls negativ gemeint.
Was hingegen nicht wirklich fair ist, ist, dass einige sich ständig Essen holen und ihre Dosen schonmal auffüllen, damit sie auf jeden Fall was bekommen, falls hinterher doch nichts mer übrig sein sollte. Das ist nicht fair gegenüber denen, die warten. Doch ich kann verstehen, dass in Armut fair sein nicht wirklich die leichteste Sache ist. Armut ist schließlich nicht fair.
Ich kann sagen, dass die Armenküche eine super Sache ist mit lauter engangierten Frauen und Männern, die kochen, sauber machen, spülen und abtrocknen (zu letzter Kategoriegehören wir ebenfalls).
Montag Abends um sieben gehen wir immer zu der Kirche, in der wir auch Sonntag Abends zur Messe gehen und helfen bei der Essensausgabe.
Vielleicht würde man denken, dass es Leute gibt, die es ausnutzen, dass es ein Mal pro Woche eine warme Mahlzeit für Umsonst gibt, doch ganz im Gegenteil.
Die Leute die hier hin kommen, sind wirklich arm. Die Männer tragen oft die selbe Kleidung wie in der Woche davor, wobei einer besonders "schlimm" assieht. Er ist wirklich überall dreckig, sein Gesicht und seine Arme sind ganz grau von Staub und Dreck, das ehemals gelbe Shirt hat überall Flecken und man hat das Gefühl, dass es steht, weil es so dreckig ist. Die Haare sind verfilzt und lang. Nur der Bart ist immer relativ gleichmäßig gestutzt.
Dann gibt es Familien, die mit ihren Dosen und Plastikbehältern kommen, um hinterher ein paar Reste mitnehmen zu können. Es gibt Kinder, die kommen alleine. Es gibt Frauen, die kommen ohne Schuhe, es gibt Mäner, die kommen betrunken oder mit einem Blick, der einen Drogenkonsum vermuten lässt.
Es gibt 2 Tische, auf denen das Essen in riesig großen Töpfen und Schüsseln steht. Jede Woche gibt es Reis und Bohnen, dazu Fleisch und Gemüse, Trinkpäckchen und einmal gab es sogar Nachtisch.
Wir stehen dann hinter den Tischen und verteilen an jeden so viel, wie er haben möchte bzw. so viel, wie auf den Teller passt. Meist sind so um die 70-90 Leute da.
Achja, bevor es überhaupt etwas zu Essen gibt, wird gebetet: Das Vater Unser, das Ave Maria und noch ein Gebet, was ich aber nicht zuordnen kann. Und danach gibt es Essen.
Ich weiß, dass es blöd klingt, doch man müsste meinen, dass die armen Leute alles nehmen würden, was sie bekommen können, doch man merkt doch, Gott sei Dank, dass es ganz normale Menschen sind mit Vorlieben, die Kartoffeln (!!! In Deutschland nicht vorstellbar) NICHT mögen, keine Soße wollen, ganz viel Fleisch möchten oder doch nur Reis und Bohnen essen, obwohl es viel Auswahl gibt. Und das ist keinesfalls negativ gemeint.
Was hingegen nicht wirklich fair ist, ist, dass einige sich ständig Essen holen und ihre Dosen schonmal auffüllen, damit sie auf jeden Fall was bekommen, falls hinterher doch nichts mer übrig sein sollte. Das ist nicht fair gegenüber denen, die warten. Doch ich kann verstehen, dass in Armut fair sein nicht wirklich die leichteste Sache ist. Armut ist schließlich nicht fair.
Ich kann sagen, dass die Armenküche eine super Sache ist mit lauter engangierten Frauen und Männern, die kochen, sauber machen, spülen und abtrocknen (zu letzter Kategoriegehören wir ebenfalls).
Samstag, 10. September 2011
Kleine Kostprobe "Festa do Peao"
http://www.youtube.com/watch?v=hcm55lU9knw&feature=related
Mit diesem Link kommt ihr zu einem der Lieder, die gestern gespielt wurden. Das kannten wir sogar und mein Geschmack ist es :)
Mit diesem Link kommt ihr zu einem der Lieder, die gestern gespielt wurden. Das kannten wir sogar und mein Geschmack ist es :)
Festa do Peao
Diese Woche, vom 5.9- 10.9 ist "Festa do Peao", was soviel heißt wie Fest der Landarbeiter.
Hier in Leme und der Umgebung erfreut sich das fest eines großen Bekannthetsgrades und wird die ganze Woche über von vielen hunderten Zuschauern besucht. Und das, obwohl man doch auch arbeiten muss. Aber das ist hier nicht relevant. Auch Nachtruhe gibt es hier nicht, sonst hätte ich schon längst Beschwerde einlegen können. Da der Konvent etwas höher gelegen ist und das Fest ja nur 1-2 km entfernt stattfindet sind die Musik und die Stimmen der Redner fast klar zu hören und wenn ich mehr Portugiesisch könnte würde ich auch wahrscheinlich alles verstehen. Dau kommt, dass die Fenster im Takt des Basses vibrieren und man die Scheinwerfer sogar vom anderen Ende der Stadt durch die Nacht streifen sieht.
Gestern sind dann auch wir MaZlerinnen endlich zu dem Fest gegangen.
Der Student, der immer bei der Krankengymnastik hilft hat uns angeboten, die Karten zu besorgen und mit uns zum Fest zu fahren. Wir dachten natürlich, dass er, wenn er halb elf am Konvent meint um elf frühesten da sein würde. Nun ja, falsch gedacht. Als wir um 10 vor 11 durch die Tür gingen stand er geduldig an seinem Wagen und wartete. Und das bereits volle 20 Minuten. Also ist das mit der Unpüntklichkeit doch nicht allen Brasilianern zuzuschreiben oder besser gesagt nicht allen Situationen (denn im Fitnessstudio kommt er eigentlich immer etwas später, das soll zu unserer Verteidigung dazu gesagt werden).
Gut zurück zur Geschichte. Wir sind dann mit ihm zum Fest gefahren und ich muss sagen, der Anblick war überragend.
Das fest fndet auf einem riesigen Gelände statt. Dort sind eine Arena aufgebaut, in der das traditionelle Rodeo-Reiten stattfindet, riesige Tribünen (sogar mit V.I.P.-Lounge), Verkaufsstände mit Essen und Getränken und sogar zwei Schießbudenstände. Desweiteren gibt es eine große Tanzfläche mit DJ-Bühne. Und fast alles ist überdacht.
Wir kamen um 11 beim Fest an und das Rodeo-Reiten lief noch. Das war ein Anblick, wie die Cowboys sich nur wenige Sekunden im Sattel halten konnten, abgeworfen wurden, die Kühe sich umdrehten und zurück in die Boxen liefen. Das bei einer Lautstärke, die wohl in keinem deutschen Club erlaubt ist.Es war konfus und doch interessant. Und in der Mitte des Sandplatzes war ein riesiges Podest auf der zwei Moderatoren standen (die ich bereits die Tage vorher immer gehört hatte) und das Geschehen kommentierten. Auf 2 großen Leinwänden wurde das Geschehen für diejenigen übertragen, die zu weit weg saßen, um alles genau erkennen zu können. Was ein Aufwand!
Nachdem das Rodeo-Reiten endete und wir uns alles angesehen hatten gingen wir zurück zu den Tribünen und dem Sandplatz und warteten auf den Haupt-Act des Abends, der dann um halb 1 oder doch erst um 1 anfing. Die Arena für das Rodeo-Reiten ist geöffnet worden und so konnten alle Leute, die sich dem Gedränge aussetzen wollten auf den Platz strömen und weit nach vorne zu der Bühne auf der jetzt 2 in Brasilien berühmte Künstler Lieder sangen. Ich weiß, dass ist nicht allzu pompös ausgedrückt. Das war es aber. Die vielen Leute, die Kameraübertragung und die Show auf der Bühne mit Lichtern, explodierenden Glitzerkanonen und Videoaufnahmen haben mich stark an das RIhanna-Konzert erinnert, auf dem ich war. Also das hat mich echt fasziniert. Der Aufwand war so groß für das ganze Fest und doch mussten wir nur 20 Reals zahlen, was umgerechnet etwas weniger aös 10 Euro sind. Sowas würde es niemals in Deutschland geben. Außer bei Rheinkultur. Und nichtmal das ist mit so einem Aufwand verbunden wie dieses Fest.
Wir waren bis um halb 3 dort. Und es war noch lange nicht zuende. Doch wir waren müde, also hat der Student uns wieder nach hause gefahren und wir dürfen ausschlafen und müssen morgen nicht zum Frühstück. Ein Higlight und ein Luxus, der Ausnahme ist. Wurde ausdrücklich gesagt.
Ja das war das Fest. Mir hat es gefallen, mich hat nur erschreckt, wie viele kleine Kinder dort waren und vor allem wie lange. Mir sind fast die Ohren abgefallen und ich habe Gott sei Dank meine Ohropax mitgehabt. Aber all diese Kinder hatten nichts. Also die Pädagogik finde ich hier teilweise echt ganz seltsam. Aber ein Urteil darüber bilde ich mir lieber insgeheim.
Hier in Leme und der Umgebung erfreut sich das fest eines großen Bekannthetsgrades und wird die ganze Woche über von vielen hunderten Zuschauern besucht. Und das, obwohl man doch auch arbeiten muss. Aber das ist hier nicht relevant. Auch Nachtruhe gibt es hier nicht, sonst hätte ich schon längst Beschwerde einlegen können. Da der Konvent etwas höher gelegen ist und das Fest ja nur 1-2 km entfernt stattfindet sind die Musik und die Stimmen der Redner fast klar zu hören und wenn ich mehr Portugiesisch könnte würde ich auch wahrscheinlich alles verstehen. Dau kommt, dass die Fenster im Takt des Basses vibrieren und man die Scheinwerfer sogar vom anderen Ende der Stadt durch die Nacht streifen sieht.
Gestern sind dann auch wir MaZlerinnen endlich zu dem Fest gegangen.
Der Student, der immer bei der Krankengymnastik hilft hat uns angeboten, die Karten zu besorgen und mit uns zum Fest zu fahren. Wir dachten natürlich, dass er, wenn er halb elf am Konvent meint um elf frühesten da sein würde. Nun ja, falsch gedacht. Als wir um 10 vor 11 durch die Tür gingen stand er geduldig an seinem Wagen und wartete. Und das bereits volle 20 Minuten. Also ist das mit der Unpüntklichkeit doch nicht allen Brasilianern zuzuschreiben oder besser gesagt nicht allen Situationen (denn im Fitnessstudio kommt er eigentlich immer etwas später, das soll zu unserer Verteidigung dazu gesagt werden).
Gut zurück zur Geschichte. Wir sind dann mit ihm zum Fest gefahren und ich muss sagen, der Anblick war überragend.
Das fest fndet auf einem riesigen Gelände statt. Dort sind eine Arena aufgebaut, in der das traditionelle Rodeo-Reiten stattfindet, riesige Tribünen (sogar mit V.I.P.-Lounge), Verkaufsstände mit Essen und Getränken und sogar zwei Schießbudenstände. Desweiteren gibt es eine große Tanzfläche mit DJ-Bühne. Und fast alles ist überdacht.
Wir kamen um 11 beim Fest an und das Rodeo-Reiten lief noch. Das war ein Anblick, wie die Cowboys sich nur wenige Sekunden im Sattel halten konnten, abgeworfen wurden, die Kühe sich umdrehten und zurück in die Boxen liefen. Das bei einer Lautstärke, die wohl in keinem deutschen Club erlaubt ist.Es war konfus und doch interessant. Und in der Mitte des Sandplatzes war ein riesiges Podest auf der zwei Moderatoren standen (die ich bereits die Tage vorher immer gehört hatte) und das Geschehen kommentierten. Auf 2 großen Leinwänden wurde das Geschehen für diejenigen übertragen, die zu weit weg saßen, um alles genau erkennen zu können. Was ein Aufwand!
Nachdem das Rodeo-Reiten endete und wir uns alles angesehen hatten gingen wir zurück zu den Tribünen und dem Sandplatz und warteten auf den Haupt-Act des Abends, der dann um halb 1 oder doch erst um 1 anfing. Die Arena für das Rodeo-Reiten ist geöffnet worden und so konnten alle Leute, die sich dem Gedränge aussetzen wollten auf den Platz strömen und weit nach vorne zu der Bühne auf der jetzt 2 in Brasilien berühmte Künstler Lieder sangen. Ich weiß, dass ist nicht allzu pompös ausgedrückt. Das war es aber. Die vielen Leute, die Kameraübertragung und die Show auf der Bühne mit Lichtern, explodierenden Glitzerkanonen und Videoaufnahmen haben mich stark an das RIhanna-Konzert erinnert, auf dem ich war. Also das hat mich echt fasziniert. Der Aufwand war so groß für das ganze Fest und doch mussten wir nur 20 Reals zahlen, was umgerechnet etwas weniger aös 10 Euro sind. Sowas würde es niemals in Deutschland geben. Außer bei Rheinkultur. Und nichtmal das ist mit so einem Aufwand verbunden wie dieses Fest.
Wir waren bis um halb 3 dort. Und es war noch lange nicht zuende. Doch wir waren müde, also hat der Student uns wieder nach hause gefahren und wir dürfen ausschlafen und müssen morgen nicht zum Frühstück. Ein Higlight und ein Luxus, der Ausnahme ist. Wurde ausdrücklich gesagt.
Ja das war das Fest. Mir hat es gefallen, mich hat nur erschreckt, wie viele kleine Kinder dort waren und vor allem wie lange. Mir sind fast die Ohren abgefallen und ich habe Gott sei Dank meine Ohropax mitgehabt. Aber all diese Kinder hatten nichts. Also die Pädagogik finde ich hier teilweise echt ganz seltsam. Aber ein Urteil darüber bilde ich mir lieber insgeheim.
Montag, 5. September 2011
Essen bei einer brasilianischen Familie
Diesen Sonntag sind wir Deutschen Mädels bei einer Brasilianerinnen zum Essen eingeladen. Ich war so gespannt, wie es wohl sein wird und ich muss sagen, es war seehr gut und hat total Spaß gemacht.
Die Brasilianerin ist Tia-Tante in der Creche-dem Kindergarten und wirklich so, wie man sich vom Charkater eine Brasilianerin vorstellt, zumindest finde ich das. Sie ist klein und hat ein lautes Stimmorgan. Doch sie ist wirklich sehr lieb, verteilt fleißig Umarmungen und Küsse und lacht sehr viel.
Wir wurden am Konvent abgeholt mit einem Auto, von dem ich wirklich glaube, dass es wie im Comic irgendwann einfach ausgeht und auseinanderfällt und der verdutze Fahrer auf dem Sitz sitzt und das Lenkrad in der Hand hält. Aber es hat uns sicher zu der Tia nach Hause gebracht.
Das Haus an sich bestand aus einem Wochnzimmer, wo man direkt von der Hasutür aus reingeht, einer Küche mit Sitzecke, einem Zimmer für den Sohn, einem Schlafzimmer und einem Badezimmer. Anders als in Deutschland sind die Häuser hir lang und schmal, sodass sich die Zimmer auf der einen Seite befinden und der Flur auf der anderen Seite. Draußen gibt es keinen Garten, nur eine Art Gang, wo man Wäsche aufhängen kann.
UM kurz nach 12 sind wir da gewesen, doch statt direkt zu essen wurde über alles mögliche geredet, wobei wir eher gebrochen gesprochen haben. Aber man hat es verstanden!
Um 1 kam dann endlich das Essen auf dem Tisch. So wie immer in Brasilien gab es Reis und Bohnen, dazu Nudeln mit Tomatensoße, Nudelsalat, Kartoffeln aus dem Ofen mit Hähnchen und einen Salat aus Möhren, Bohnen und Kartoffeln. Es war sehr lecker und wir haben gut gegessen.
Wir hatten noch einen Kuchen mitgebracht, den es zum Nachtisch gab zusammen mit einem Pudding, den ich aber nicht probiert habe. Natürlich war viel zu viel da, aber das machte nix, denn der Sohn kam vorbei, seine Frau auch und die haben auch noch was gegessen.
Nach dem Mittagessen sind wir aber nicht direkt nach Hause gefahren sondern erstmal nach gegenüber, wo eine von den 14 Geschwistern des Ehemannes zusammen mit dem Vater der besagten Kinder wohnt.
Da war Familienfest, wie jeden Sonntag, so wurde uns erklärt. Da saßen bestimmt über 20 Personen im Garten und unter dem Dach der Terasse und haben gegessen. Einer hat sich um das Fleisch auf dem Grill gekümmert und es war wirklich sehr sehr viel Fleisch. Wenn was fertig war wurde es in kleine Stücke geschnitten und um die Tische getragen. Jeder konnte sich was nehmen, aber nicht zu viel, denn es muss für jeden etwas da sein. So zieht sich das Grillen auch mal über den ganzen Tag. Wir wurden allen vorgestellt und haben auch alle Namen gesagt bekommen und wer jetzt Tochert, Schwester, Ehemann ist doch ich muss sagen, dass ich mir nix davon gemerkt habe. Schade auch :D Aber nett waren sie alle. Um 3 Uhr wollten wir wieder zurück zum Konvent, weil wir alle Skypeverabredungen hatten. Wurde dann doch 20 Minuten später, weil wir unbedingt die Fr+üchte aus dem Garten probieren mussten und noch ein wenig Schnaps oder das gute Fleisch. Wir sollten doch auch noch auf das Pastel warten, eine Teigtasche gefüllt mit irgendwas.
Aber dann haben sie uns gehen lassen :D
Es war ein ganz toller Tag. Die Familie war so herzlich und es war schön, dass alle zusammen saßen. Da habe ich etwas Heimweh bekommen, denn obwohl unsere Familie kleiner ist hat mich das alles doch an uns erinnert.
Die Brasilianerin ist Tia-Tante in der Creche-dem Kindergarten und wirklich so, wie man sich vom Charkater eine Brasilianerin vorstellt, zumindest finde ich das. Sie ist klein und hat ein lautes Stimmorgan. Doch sie ist wirklich sehr lieb, verteilt fleißig Umarmungen und Küsse und lacht sehr viel.
Wir wurden am Konvent abgeholt mit einem Auto, von dem ich wirklich glaube, dass es wie im Comic irgendwann einfach ausgeht und auseinanderfällt und der verdutze Fahrer auf dem Sitz sitzt und das Lenkrad in der Hand hält. Aber es hat uns sicher zu der Tia nach Hause gebracht.
Das Haus an sich bestand aus einem Wochnzimmer, wo man direkt von der Hasutür aus reingeht, einer Küche mit Sitzecke, einem Zimmer für den Sohn, einem Schlafzimmer und einem Badezimmer. Anders als in Deutschland sind die Häuser hir lang und schmal, sodass sich die Zimmer auf der einen Seite befinden und der Flur auf der anderen Seite. Draußen gibt es keinen Garten, nur eine Art Gang, wo man Wäsche aufhängen kann.
UM kurz nach 12 sind wir da gewesen, doch statt direkt zu essen wurde über alles mögliche geredet, wobei wir eher gebrochen gesprochen haben. Aber man hat es verstanden!
Um 1 kam dann endlich das Essen auf dem Tisch. So wie immer in Brasilien gab es Reis und Bohnen, dazu Nudeln mit Tomatensoße, Nudelsalat, Kartoffeln aus dem Ofen mit Hähnchen und einen Salat aus Möhren, Bohnen und Kartoffeln. Es war sehr lecker und wir haben gut gegessen.
Wir hatten noch einen Kuchen mitgebracht, den es zum Nachtisch gab zusammen mit einem Pudding, den ich aber nicht probiert habe. Natürlich war viel zu viel da, aber das machte nix, denn der Sohn kam vorbei, seine Frau auch und die haben auch noch was gegessen.
Nach dem Mittagessen sind wir aber nicht direkt nach Hause gefahren sondern erstmal nach gegenüber, wo eine von den 14 Geschwistern des Ehemannes zusammen mit dem Vater der besagten Kinder wohnt.
Da war Familienfest, wie jeden Sonntag, so wurde uns erklärt. Da saßen bestimmt über 20 Personen im Garten und unter dem Dach der Terasse und haben gegessen. Einer hat sich um das Fleisch auf dem Grill gekümmert und es war wirklich sehr sehr viel Fleisch. Wenn was fertig war wurde es in kleine Stücke geschnitten und um die Tische getragen. Jeder konnte sich was nehmen, aber nicht zu viel, denn es muss für jeden etwas da sein. So zieht sich das Grillen auch mal über den ganzen Tag. Wir wurden allen vorgestellt und haben auch alle Namen gesagt bekommen und wer jetzt Tochert, Schwester, Ehemann ist doch ich muss sagen, dass ich mir nix davon gemerkt habe. Schade auch :D Aber nett waren sie alle. Um 3 Uhr wollten wir wieder zurück zum Konvent, weil wir alle Skypeverabredungen hatten. Wurde dann doch 20 Minuten später, weil wir unbedingt die Fr+üchte aus dem Garten probieren mussten und noch ein wenig Schnaps oder das gute Fleisch. Wir sollten doch auch noch auf das Pastel warten, eine Teigtasche gefüllt mit irgendwas.
Aber dann haben sie uns gehen lassen :D
Es war ein ganz toller Tag. Die Familie war so herzlich und es war schön, dass alle zusammen saßen. Da habe ich etwas Heimweh bekommen, denn obwohl unsere Familie kleiner ist hat mich das alles doch an uns erinnert.
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