Am ersten Januar ging es für mich direkt nach dem Mittagessen auf meine zweite Reise.
Ich bin zusammen mit meiner Mit-MaZlerin und ihrer Schwestern und Mama zum Foz do Iguacu-Parana gefahren. Aber mehr sollte ich auf meinem Urlaub nicht mit den 3 zu tun haben, denn ich würde alleine reisen. Eine Woche alleine in Brasilien unterwegs... klingt spannender, als es war!
Auf der Hinfahrt saßen wir in einem gemütlichen Schlafbus und wir kamen entspannt am Busbahnhof an.
Weil ich leider keine Wegbeschreibung zum Hostel hatte bin ich Taxi gefahren. Ist dann doch sicherer, als wenn man plötzlich alleine irgendwo steht. Im Endeffekt wäre es nicht schwer gewesen, das Hostel zu finden. Aber man ist hinterher schließlich immer schlauer als vorher.
Das Hostel war total gut und ich kann es nur weiterempfehlen :)
Dirket am gleichen Tag bin ich losgefahren, um mir die Wasserfälle- der Grund, weshalb ich überhaupt hier war anzuschauen.
Mit dem Stadtbus ging es dann zunächst zum Haupteingang des Nationalparkes und von da aus mit einem Spezialbus zu den Wasserfällen.
Und ich kann nur sagen, dass es sich sehr lohnt. Über speziell angelegte Wege bekommt man einen wunderbaren Blick auf die Wasserfälle, die zum großen Teil in Argentinien liegen. Ich habe also mal eben nach Argentinien herübergeschaut.
| Man bekommt von der brasilianischen Seite einen sehr guten Überblick über die Wasserfälle |
| Traumhafte Natur, die zum GLück nur bedingt von den Stegen gestört wird, die an einigen Stellen auf die Wasserfälle führen |
Ich bin ziemlich zufrieden nach 2 Stunden zum Hostel zurück gekehrt. An dem Tag habe ich mir nur ein wenig was zu Essen gemacht, geskypt und bin dann nicht allzu spät ins Bett gegangen, denn am nächsten Tag ging es für mich auf die argentinische Seite der Wasserfälle.
Vom Hostel wurde eine Tour angeboten, die um einiges komfortabler war als sich auf eigene Faust aufzumachen.
Die Fahrt nach Argentinien dauerte eeewig. Wir standen ständig irgendwo und mussten auf den Guide warten, der mit unseren Reisepässen durch die Gegend laufen musste, um die entsprechenden Stempel etc. zu bekommen.
Doch irgendwann waren wir endlich da !
Ich muss sagen, dass ich es wirklich gut fand, nicht alleine durch die Gegend dort zu laufen sondern mit einem Guide und einer wirklich amüsanten Reisegruppe.
Wie ich ausmachen konnte reisten außer mir nur noch 2 Personen alleine.
Ich lernte 2 ältere Damen kennen, die seit 4 Monaten durch Südamerika reisten und nach Brasilien zurück in ihre Heimat Kanada reisen wollten. Es war amüsant ihre Geschichten zu hören über Nächte in Hängematten, exotischem Essen und neuen Bekanntschaften. Bewundernswert war es auf jeden Fall!
Ich muss sagen, dafür dass mich a Vortag die brasilianische Seite schon fasziniert hat war die argentinische Seite einfach überwältigend!
Man kam über viele Brücken und Stege zu wundervollen Aussichtspunkten.
Mal stand man über den Wasserfällen und sah in die Gischt und die sich bildenden Regenbogen, mal stand man halb unter einem Wasserfall. Und diese Natur! Es war ein traumhafter Tag! Und überall liefen diese putzigen Nasenbären herum.
Ich habe mich nicht einen Augenblick einsam gefühlt, auch wenn ich meinem Freund und meiner Familie sehr gern gezeigt hätte, was ich erlebe! Aber einsam war ich nicht! Ich habe es sehr genossen mich mitziehen zu lassen, aber auch selbst entscheiden zu können, ob ich weiterhin bei der Gruppe beiben will, etwas hinterhertrödel, wann ich esse. Und es gab so viele nette Menschen, die Fotos von mir gemacht haben, weil sie gesehen haben, dass ich alleine unterwegs war. Das war auch eine tolle Erfarung. Menschen aus aller Welt sprechen sich an, um Fotos zu schießen. Die Atmosphäre war... demütig vor der Natur, fasziniert, dass dies kein Traum war und zufrieden.
Es war ein herrlicher Tag!
| Zwischen ziemlich vielen Anderen Touristen ist es mir auch irgendwann gelungen ein Foto vor dieser gigantischen Schlucht gemacht zu bekommen :D |
| Die Teufelsschlucht... |
Der Tag war herrlich und ich bin hundemüde, aber überglücklich wieder im Hostel angekommen.
Am nächsten Tag habe ich nicht mehr viel gemacht. Ich habe am Hostel-Pool gelegen, ein wenig Proviant für die lange Fahrt zu meinem nächsten Ziel- Santos gekauft und bin dann schließlich um halb 4 am Nachmittag gestartet!
Ein sehr gutes Posting. Ich lernte viel in diesem Blog. Die Kunst nein zu sagen. Ich stimme dem zu was du sagtest. Niemand anders wird deine Ziele festlegen, du musst es tun, wir sind für uns selbst verantwortlich. Es ist gut, ich liebe dieses Posting.
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