Die Fahrt nach Santos war die Hölle.
Natürlich hatte ich damit gerechnet, dass ich nicht wieder das Glück haben würde mit einem Nachtbus zu fahren. Doch der Bus, der mich nach Santos gebracht hat hat meine Vorstellungen doch etwas überstiegen.
Nur weil ein Bus alt ist, muss man ihn zum Beispiel nicht direkt als schlecht verurteilen. Aber wenn alt und klapprig und ungemütlich zusammen kommt ist eine Fahrt doch sehr anstrengend. Aber ich will micht nicht beschweren; es war sehr abenteuerlich.
Anfangs saßen nicht allzuviele Leute in dem Bus und somit hatte ich das Glück alleine zu sitzen. Nach und nach stiegen jedoch immer mehr Leute ein, bis der Bus schließlich bis auf den letzten Platz besetzt war. Neben mir saß ein ca. 16 jähriger Junge, ich hatte also relativ viel Glück.
Leider war jedoch der Sitz meines Vordermannes kaputt, sodass dieser sich gemütlich bis in die Horizontale legen konnte und smot halb auf meinem Schoss lag. Natürlich nicht wirklich, doch meine Kniee stießen die ganze Zeit an die Lehne. Und ich habe schon verhältnismäßig kurze Beine!
Zu dem kam dann noch, dass der Bus beim Bremsen oder Anfahren (ich bin nicht ganz dahinter gekommen, wann damit rechnen sollte) schreckliche Quietschgeräusche gemacht hat, von denen mir irgendwie schlecht geworden ist. Da bringt es auch nur wenig, den iPod ganz aufzudrehen. Das schadet nur noch mehr!
Ich habe alles mit Geduld ertragen. Und die musste ich auch haben. Nach nunmehr 21 Stunden Fahrt kam ich endlich in Santos an und war vollkommen geschafft!
Mit dem Taxi bin ich zum Hostel gefahren. Eigentlich hatte ich vor gehabt in ein Hotel zu gehen, doch weil mir das im Nachhinein doch viel zu teuer war buchte ich kurzentschlossen um. Und ich habe genau das Richtige getan. Das Hostel war richtig gemütlich und übersichtlich, die Zimmer waren sauber und das Personal richtig nett.
Ich war in einem 6-Betten-Schlafzimmer untergebracht, wohnte dort jedoch die ersten zwei Nächte alleine, in der dritten Nacht kamen 2 Frauen dazu, mit denen ich jedoch nichts zu tun hatte.
Ich möchte und kann über den Urlaub nicht sehr ausschweifend schreiben, denn ich habe hier in Santos nicht allzu viel getan.
Ich war am Strand, habe Filme geguckt, viel gelesen und die Altstadt inkl. Kaffee-Museum (Da gab es wirklich sehr leckeren Kaffee) besichtigt. Die 3 Tage in Santos waren echter Urlaub und ich hab es sehr genossen abseits von Arbeit und Alltag zu sein!
Sehr erholt bin ich am Sonntag, bevor die Arbeit wieder angefangen hat in Leme angekommen und wurde herzlich von allen gegrüßt.
Urlaub ist schön. Aber zu wissen, dass man Nach Hause kommen kann ist fast noch schöner. Und das ist Leme und vor allem der Konvent wirklich geworden. Ein Zuhause :)
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